10.02.2026 | News

Binnenhäfen als Schlüssel zur Versorgungssicherheit: NRW-Minister Krischer vor Ort bei der HGK

Köln. Bei einem Besuch im HGK-Containerterminal Köln‑Niehl informierte sich der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer, über die aktuellen Herausforderungen der Binnenhäfen und die Bedeutung des Rheinkorridors als logistisches Rückgrat der Industrie in Nordrhein‑Westfalen und Deutschland. Mit HGK-CEO Steffen Bauer, CFO Susanne Pietsch und COO Dr. Jens-Albert Oppel war er sich einig: Häfen sichern die Supply Chains, Wertschöpfung und Hunderttausende Arbeitsplätze. Fällt dieses integrierte Logistiksystem aus, gerät die Wirtschaft ins Stocken.

Der HGK-Vorstand mit CEO Steffen Bauer (l.), CFO Susanne Pietsch und COO Dr. Jens-Albert Oppel (r.) empfing NRW-Minister Oliver Krischer auf dem Terminal in Köln-Niehl.

Oliver Krischer betonte bei seinem Besuch die zentrale Bedeutung des Systems Wasserstraße für Wirtschaft und Versorgungssicherheit in NRW – und warnte vor den Folgen einer unzureichenden Finanzierung:

„Dass die Bundesregierung die Schifffahrt im Sondervermögen nicht berücksichtigt hat, ist eine Fehlentscheidung angesichts der hohen Investitionsbedarfe. Wir sprechen von mindestens 2,8 Milliarden Euro bundesweit, die bis 2029 investiert werden müssten. In NRW hängen vitale Standorte davon ab. Ich werde in Berlin darauf drängen, dass diese Entscheidung korrigiert wird.“

Beim Besuch wurde deutlich, dass sich die Herausforderungen aber nicht nur auf infrastrukturelle Engpässe beschränken. Auch die neuen Anforderungen durch Energiewende, Kreislaufwirtschaft und veränderte Transportströme verlangen eine klare strategische Ausrichtung.

Steffen Bauer: Binnenhäfen sind industrielle Lebensadern

HGK-CEO Steffen Bauer unterstrich die Bedeutung moderner Binnenhäfen für industrielle Entwicklung, neue Ansiedlungen und nachhaltige Logistikketten: „Ohne leistungsfähige Wasserstraßen und zukunftsfähige Binnenhäfen gibt es keine resiliente Industrie. Als multimodale Logistikdrehscheiben sind die Binnenhäfen die Grundlage für die Ansiedlung neuer Verlader, für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Dafür brauchen wir die Unterstützung von Bund und Land – vielleicht auch als Türöffner in Brüssel.“ Energiewende, Kreislaufwirtschaft, neue Logistikketten und wachsende Anforderungen im Bereich Schwerlasttransporte erforderten hohe Investitionen in Infrastruktur und Technik. Gleichzeitig belaste die anhaltende Unterfinanzierung der Wasserstraße – von Fahrrinnen über Hafenbecken bis hin zu Gleisanschlüssen – die Leistungsfähigkeit der Häfen.

Ihr Ansprechpartner

Christian Lorenz

Pressesprecher

Telefon 0221 / 390 11 90
E-Mail christian.lorenz(at)hgkgroup.de 

Häfen und Güterverkehr Köln AG
Pressestelle
Am Niehler Hafen 2
50735 Köln

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