08.01.2026 | Pressemitteilung

HGK Shipping mit Vorreiterrolle: Gefahrgutschiff in Flandern erstmals mit Fernsteuerungserlaubnis zur Betriebsoptimierung

Duisburg / Hasselt. HGK Shipping setzt ihr Engagement gegen den Fachkräftemangel in der Binnenschifffahrt konsequent fort: Europas größtes Binnenschifffahrtsunternehmen erhielt in Flandern (Belgien) kürzlich von der zuständigen Genehmigungsbehörde De Vlaamse Waterweg nv (Flämische Wasserstraßen AG) als erste Reederei überhaupt eine einjährige Testerlaubnis zum ferngesteuerten Fahren eines Gefahrgutschiffes in Verbindung mit einer möglichen Fahrzeitausweitung. Genehmigt wird das Führen eines Schiffes aus einem Remote Operations Center (ROC) auf den Wasserstraßen östlich von Antwerpen. Anstelle von zwei Schiffsführern wird für die dritte Phase dieser Betriebsformoptimierung nur noch eine speziell qualifizierte Fachkraft an Bord benötigt. Der Chemietanker „Walcheren“ ist im flämischen Gebiet Belgiens ebenso das erste Schiff von HGK Shipping, das mit besatzungsoptimierter Schiffssteuerung den Vorteil der innovativen Technologie nutzen wird.

„Der smartere Personaleinsatz ist das Ziel unserer Anstrengungen für eine ferngesteuerte Binnenschifffahrt, um dem akuten und zukünftig drastischer werdenden Fachkräftemangel gerecht zu werden. Die jetzt in Flandern erteilte Genehmigung, die es in gewissen Betriebsformen erlaubt, die Besatzung an Bord um einen Schiffsführer zu reduzieren, stellt einen enorm wichtigen Schritt auf diesem Weg dar“, sagt Steffen Bauer, CEO der HGK-Gruppe und Vorsitzender der Geschäftsführung von HGK Shipping. „Die für ein Gefahrgutschiff unserer Wijgula-Flotte ausgestellte Erlaubnis zeigt, dass die Technik die Behörden in vorherigen Testphasen in puncto Sicherheit restlos überzeugte.“

Das Chemietankschiff „Walcheren“ der HGK Shipping

Sichere Transporte bei flexiblem Personaleinsatz

In Phase 3 benötigt HGK Shipping für die reglementierte sogenannte A2-Fahrtzeit von 18 Stunden nur noch einen Schiffsführer und einen Matrosen anstelle von zwei Schiffsführern auf der „Walcheren“. Der ROC-Operator, der alle notwendigen Qualifikationen besitzt, übernimmt für vier Stunden die Fernsteuerung des Schiffes, während der Matrose den Schiffsbetrieb im Steuerhaus überwacht und der mitfahrende Schiffsführer seine Ruhezeit einhält. Diese Umsetzung erfordert eine intensive Einarbeitung sowie eine enge Abstimmung zwischen den Projektpartnern.

Der mit allen notwendigen Qualifikationen ausgestattete Operator übernimmt im Remote Operations Center die Fernsteuerung der „Walcheren“ von HGK Shipping im flämischen Teil Belgiens.

„Dass gerade die ‚Walcheren‘, ein Chemietankschiff, unser erstes Schiff für Phase 3 ist, verdeutlicht den hohen Grad der Verlässlichkeit, den die Behörden in Flandern der Technik nun auch für sensible Gütergruppen attestieren. Nach erfolgreichen Phase-2-Tests in den Niederlanden und Deutschland erwarten wir auch dort durch enge Abstimmung mit den Verantwortlichen zeitnah den Übergang zum besatzungsoptimierten Fahren“, betont Steffen Bauer mit Blick auf die Zielsetzungen des Unternehmens.

Angesichts des spürbaren Fachkräftemangels bei Schiffsführern und des Ziels, das Berufsbild durch innovative Digitallösungen attraktiver zu gestalten, treibt HGK Shipping die Entwicklung der Fernsteuerung von Binnenschiffen konsequent voran. Die zuletzt in Betrieb genommenen Schiffe verfügen bereits über die notwendige Technik, bei älteren Modellen wird sie je nach Bedarf schrittweise nachgerüstet.

Ihr Ansprechpartner

Christian Lorenz

Pressesprecher

Telefon 0221 / 390 11 90
E-Mail christian.lorenz(at)hgkgroup.de 

Häfen und Güterverkehr Köln AG
Pressestelle
Am Niehler Hafen 2
50735 Köln

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